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KZ Aufseherin ist über 80 und ist sich keiner Schuld Bewußt

 
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tarahu



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Anmeldungsdatum: 08.10.2005
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BeitragVerfasst am: 08.10.2006, 00:09    Titel: KZ Aufseherin ist über 80 und ist sich keiner Schuld Bewußt Antworten mit Zitat

Eine KZ-Wärterin kommt zurück

.KZ Ravensbrück


Elfriede Rinkel (84) hat mehr als 40 Jahre unbehelligt in den USA gelebt und war dort mit einem Juden verheiratet. Jetzt wurde die Frau des Landes verwiesen.

Willich. "Nein." Die alte Dame schüttelt den Kopf, "nein, ich habe nichts Falsches getan. Es war mein Beruf." Nach über 60 Jahren sieht sich die 84-jährige Elfriede Rinkel mit ihrer Vergangenheit konfrontiert: Sie war zehn Monate lang Aufseherin im Konzentrationslager Ravensbrück (Brandenburg). Und weil sie das den amerikanischen Behörden bei ihrer Emigration verschwiegen hatte, wurde sie in dieser Woche ausgewiesen. Obwohl sie dort über 40 Jahre unbehelligt gelebt hatte und verheiratet war mit einem deutschstämmigen Juden, dessen Eltern von den Nazis umgebracht worden waren. Vor einigen Tagen schloss sie ihre Wohnung in San Francisco ab und landete 15 Stunden später in Deutschland. Elfriede Rinkel kam bei ihrer Schwester in Willich (Kreis Viersen) unter.
Geboren 1922 als Elfriede Huth in Leipzig arbeitete die junge Frau zunächst als Fabrikarbeiterin. Sie ließ sich 1944 als Aufseherin für das Konzentrationslager anwerben und arbeitete dort bis Kriegsende. "Es gab keinen anderen Weg in dieser Zeit, um aus der Fabrik heraus zu kommen", sagt Elfriede Rinkel. Die Tätigkeit im KZ wurde deutlich besser bezahlt. "Meine Aufgabe war es, die Gefangenen zur Arbeit zu bringen. Ich habe anfangs sogar mit ihnen gesprochen, das hat man mir dann verboten."
"Ich bin nie Nazi gewesen", beteuert die kleine Frau mit Krückstock. Ebenso wenig wie ihre Verwandten. Zwar habe sie später einen Schäferhund mit sich geführt, diesen aber nie gegen Gefangene eingesetzt. Ein Bruder, der in die USA ausgewandert war, besorgte ihr eine Aufenthaltsgenehmigung (Greencard). Dabei verschwieg Rinkel ihre Vergangenheit in dem Lager sie wollte ein neues Leben beginnen.
In San Francisco verliebte sie sich in Fred Rinkel, ihren späteren Mann. Der hatte bis in die 30er Jahre in Berlin gelebt, wollte Opernsänger werden. Dem hochgebildeten Mann, der sieben Sprachen beherrschte, war über Schanghai die Flucht nach Amerika gelungen. In San Francisco eröffnete er ein Krawattengeschäft. Es war die große Liebe: sie wurden ein Paar, heirateten. Er starb von zwei Jahren im Alter von 88 an einem Herzinfarkt.
"Ich habe nie mit ihm über meine Vergangenheit gesprochen", sagt Elfriede Rinkel. Möglicherweise wusste er dennoch zumindest Bruchstücke aus der Vergangenheit seiner Frau. "Er hat immer gesagt, er könne viel verzeihen", erinnert sich eine deutsche Verwandte. Das Paar war häufiger zu Gast in Willich. "Onkel Fred kam mit unserer Mentalität nicht so zurecht." Die Familienfeiern seien ihm zu "deftig" gewesen.
Um die amerikanische Staatsbürgerschaft hatte sich Elfriede Rinkel nie bemüht, immer in der Angst, dass die Behörden von ihrer Zeit in Ravensbrück erfahren könnten. Und obwohl die Namen aus NS-Dokumenten regelmäßig mit Daten der Einwanderungsbehörden abgeglichen werden, fiel sie nicht auf bis jetzt.
Erst jetzt, als das US-Heimatschutzministerium alte Listen mit KZ-Wächtern in ein neues Computerprogramm einspeiste, führte sie das auf die Spur von Elfriede Rinkel. Nach der Entdeckung gab die 84-Jährige alles ohne Umschweife zu und schloss einen Handel mit der amerikanischen Staatsanwaltschaft ab: Sie gab ihre Greencard zurück und reiste mit der Zusage nach Deutschland, nie mehr in die Staaten zurückkehren zu wollen. Dafür versicherte die Behörde, keine Informationen herauszugeben, bevor sie das Land verlassen hat. Ein halbes Jahr Zeit hatte sie bekommen, um nach Deutschland zurück zu kehren.
Bruder und Schwägerin, die ebenfalls in Kalifornien leben, brachten sie zum Flughafen. Ihnen hatte sie erzählt, es gebe Probleme mit der Wohnung. Beide reagierten übrigens völlig entsetzt, als sie von ihrer Vergangenheit erfuhren.
Ob Elfriede Rinkel mit Strafverfolgung durch die deutsche Justiz rechnen muss, ist unklar. "Momentan kein Anfangsverdacht", sagt die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach. Das US-Justizministerium erklärte: "KZ-Wärter wie Elfriede Rinkel spielten bei der entsetzlichen Misshandlung unschuldiger Opfer durch das Nazi-Regime eine bedeutende Rolle."
Ihre zweite Heimat wird sie wohl nicht wieder sehen, doch Spuren bleiben. Etwa bei einer jüdischen Stiftung, für die sie sich engagiert hat. Oder auf dem jüdischen Friedhof außerhalb der Stadt: Dort liegt ihr Ehemann begraben. Außer dem Davidstern und seinem Namen steht auch schon der von Elfriede Rinkel drauf es ist ein Doppelgrab.
Die Abschiebung der alten Frau hat in den USA für großes Aufsehen gesorgt. Nach den vielen Anfragen aus aller Welt hat die Familie in Willich reagiert: "Wir haben Tante Elfriede in einen Wagen gesetzt und sie Samstagmorgen in die Schweiz gebracht", erklärte ein Neffe am Freitag gegenüber unserer Zeitung. Außerdem sei seine Tante zu keinerlei weiteren Stellungnahmen bereit


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tarahu



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BeitragVerfasst am: 08.10.2006, 00:13    Titel: KZ Aufseherin ist über 80 und ist sich keiner Schuld Bewußt Antworten mit Zitat

.Elfriede Rinkel

Der Lebensweg einer Nazi Dame sie ist schon über 80 Jahre alt, aber die KZ Opfer starben schon im Kindesalter.Wo ist hier die Gerechtigkeit?
Geboren 1922 als Elfriede Huth in Leipzig arbeitete die junge Frau zunächst als Fabrikarbeiterin. Sie ließ sich 1944 als Aufseherin für das Konzentrationslager anwerben und arbeitete dort bis Kriegsende. "Es gab keinen anderen Weg in dieser Zeit, um aus der Fabrik heraus zu kommen", sagt Elfriede Rinkel. Die Tätigkeit im KZ wurde deutlich besser bezahlt. "Meine Aufgabe war es, die Gefangenen zur Arbeit zu bringen. Ich habe anfangs sogar mit ihnen gesprochen, das hat man mir dann verboten."
"Ich bin nie Nazi gewesen", beteuert die kleine Frau mit Krückstock. Ebenso wenig wie ihre Verwandten. Zwar habe sie später einen Schäferhund mit sich geführt, diesen aber nie gegen Gefangene eingesetzt. Ein Bruder, der in die USA ausgewandert war, besorgte ihr eine Aufenthaltsgenehmigung (Greencard). Dabei verschwieg Rinkel ihre Vergangenheit in dem Lager sie wollte ein neues Leben beginnen.


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tarahu



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BeitragVerfasst am: 08.10.2006, 00:14    Titel: Wiesenthal-Zentrum fordert Gerichtsverfahren. Antworten mit Zitat

Wiesenthal-Zentrum fordert Gerichtsverfahren.

Berlin. Von 1959, als sie den aus Deutschland über Schanghai in die USA emigrierten deutschen Juden Fred Rinkel heiratete, lebte die heute 83-jährige ehemalige Ravensbrücker KZ-Aufseherin Elfriede Lina Rinkel, geborene Huth, getarnt in San Francisco. Gemeinsam mit ihrem im Jänner 2004 verstorbenen Mann widmete sie sich der Arbeit für jüdische Wohltätigkeitsvereine und erwarb sogar ein Doppelgrab auf dem jüdischen Friedhof von San Francisco, obwohl sie selbst nie zur jüdischen Religion übergetreten ist.
Vor wenigen Wochen haben die US-Behörden die wahre Identität der Frau, die nie um die amerikanische Staatsbürgerschaft angesucht hatte, herausbekommen. Rinkel bestritt auch gar nicht, vom Juni 1944 bis zur Befreiung des Frauenkonzentrationslagers Ende April 1945 Aufseherin in Ravensbrück gewesen zu sein. "Ich habe persönlich niemand getötet, es war mein Job", sagte sie den amerikanischen Polizeibehörden. Dokumente der US-Justizbehörden belegen, dass die Frau abgerichtete Hunde auf die Häftlinge hetzte.
Bei ihrer Einwanderung in die USA hatte Rinkel 1959 verschwiegen, dass sie als KZ-Aufseherin gearbeitet hatte. Jetzt widersetzte sie sich auch nicht einer Abschiebung nach Deutschland. Ihre Verwandten in den USA, unter ihnen ein Bruder, den sie hatte nachkommen lassen, fielen aus allen Wolken, als sie von der Vergangenheit Elfriede Rinkels erfuhren.
Der Chef des Jerusalemer Simon-Wiesenthal-Zentrums, Efraim Zuroff, fordert wegen Kriegsverbrechen ein Gerichtsverfahren gegen die Frau. Eine Sprecherin des Justizministeriums in Berlin sagte, die deutsche Bundesregierung sei noch nicht offiziell über die Ausweisung Rinkels informiert worden.
Sollte es einen Verdacht auf ein Verbrechen geben, würden aber Ermittlungen eingeleitet.


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tarahu



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BeitragVerfasst am: 08.10.2006, 00:15    Titel: Jüdische" Ehefrau als KZ-Aufseherin entlarvt Antworten mit Zitat

„Jüdische" Ehefrau als KZ-Aufseherin entlarvt
Hundeführerin aus Ravensbrück heiratete Holocaust-Überlebenden / 84-Jährige wird ausgewiesen


WASHINGTON. Die 84-jährige Elfriede Rinkel und ihr dem Holocaust entkommener Ehemann Fred war ein typisches“ jüdisches Ehepaar Sie engagierten sich in jüdischen Hilfsorganisationen, an jedem Samstag gingen sie in die Synagoge und gemeinsam suchten sie sich auf dem Chevra Kadisha-Friedhof der Sinai-Gemeinde vor den Toren San Franciscos eine Grabstätte aus. „Jüdischer als die beiden", sagen Nachbarn an der Bush-Street, einen Steinwurf vom Union Square entfernt, „ging es wirklich nicht".
Seit ein paar Tagen lebt Elfriede Rinkel bei ihrer jüngeren Schwester im deutschen Viersen, und die Vereinigten Staaten, ihre Wahlheimat der letzten fast 50 Jahre, darf sie nie wieder betreten. Denn als erste Frau wurde sie von den „Nazijägern" des Washingtoner Justizministeriums als „nationalsozialistischer Straftäter" entlarvt und nach Deutschland deportiert. Denn die deutsche Vorzeigefrau des aus Deutschland geflüchteten Juden Fred Rinkel, der vor zwei Jahren starb, war eine der berüchtigten S-Aufseherinnen im „Frauen- Konzentrationslager" von Ravensbrück.
Niemandem, nicht ihrer Familie, nicht den amerikanischen Einwanderungsbeamten und erst recht nicht dem jüdischen Ehemann, hatte sie ihr sorgsam gehütetes Geheimnis offenbart. Vor zwei Jahren waren die US-Fahnder der 1912 in Leipzig geborenen Einwanderin auf die Spur gekommen.
Sie hatten eine Liste mit mehr als 70 000 Namen von KZ-Wächtern und Mitgliedern mobiler Mordkommandos der Nazis mit Einwanderungsakten verglichen. Danach hatte sich Elfriede Rinkel 1959 in den Vereinigten Staaten niedergelassen und den US-Behörden verschwiegen, dass sie von 1944 bis zur Befreiung des Lagers durch sowjetische Truppen im Frühjahr 1945 als Aufseherin im KZ Ravensbrück beschäftigt war.
Von den 130000 in Ravensbrück „eingelieferten" Frauen überlebten nur rund 40000. Nach ihrer Ankunft in den USA behauptete die Leipzigerin, in Rüstungsbetrieben „zwangsverpflichtet" gewesen und damit quasi auch ein Opfer des NS-Regimes geworden zu sein. In einem deutschen Emigrantenverein lernte sie den aus einer prominenten Berliner Familie stammenden Opernsänger Fred Rinkel kennen, der als von den Nazis verfolgter Jude um die halbe Welt, zuerst ins chinesische Schanghai geflohen war. Nach Kriegsende war er in die Vereinigten Staaten gekommen und schlug sich als Kellner durch.
Nach Angaben von Elfriede Rinkels USAnwältin schöpften weder ihr jüdischer Ehemann noch dessen Familie auch nur den leisesten Verdacht: „Mit ihrem jüdischen Engagement in den USA hat sie wohl Wiedergutmachung leisten wollen. "
Bei den schließlich eingeleiteten Ermittlungen des Washingtoner Justizministeriumsleugnete Elfriede Rinkel zuerst, jemals in Ravensbrück gewesen zu sein. Erst als sie mit ihrer NS-Personalakte konfrontiert wurde, gestand sie, mit ihrem „auf Menschen abgerichteten Hund KZ-Häftlinge in Schach gehalten" zu haben. Bei dieser Arbeit habe sie aber niemanden verletzt oder gar getötet. Vor die Wahl gestellt, sich entweder „freiwillig" nach Deutschland ausweisen zu lassen oder sich wegen„ Erschleichung einer Aufenthaltsgenehmigung" einem öffentlichen Gerichtsverfahren zu stellen, stimmte die 84-Jährige ihrer Ausweisung zu.


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