tarahu
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2005 Beiträge: 42
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Verfasst am: 08.12.2007, 13:30 Titel: Eine der renomiertesten Universitäten der Welt ist sie pro r |
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25. November 2007 Spiegel online
DEBATTIERCLUB IN OXFORD läd David Irving den Holocaust Leugner ein
Holocaust-Leugner auf Podium eingeladen
Politiker sind entsetzt, Tausende Bürger empören sich: Die Oxford Union hat den Holocaust-Leugner David Irving und den rechtsextremen Politiker Nick Griffin eingeladen. Trotz massiven Protestes soll die Veranstaltung Montag über die Bühne gehen. Die Polizei rechnet mit Ausschreitungen.
Berlin - Wenn morgen der Holocaust-Leugner David Irving und der Chef der rechtsextremen British National Party (BNP), Nick Griffin, bei einem Forum in Oxford auf Studenten treffen, könnte dies nicht nur zum verbalen Schlagabtausch führen. Der angesehene Debattierclub der Oxford Union hat die beiden als Diskutanten eingeladen, Thema sollen Möglichkeiten und Grenzen der freien Meinungsäußerung sein.
Die Grenzen sind für viele bereits überschritten: Verteidigungsminister Desmond Browne und der ehemalige Staatsminister Denis McShane haben aus Ärger über die Irving-Einladung ihre Teilnahme an anderen Veranstaltungen der Oxford Union abgesagt.
Die Studenten selbst bleiben bei ihrem Kurs. Eine Abstimmung ergab eine 2:1-Führung der Befürworter des Irving-Auftritts.
Innerhalb der Studentenschaft spitzt sich der Konflikt drastisch zu: Einige Studenten hätten Morddrohungen erhalten, meldet die Seite guardian.co.uk. Ein asiatischstämmiger Bürger, der gegen den Auftritt demonstriert hatte, sei mit rassistischen Beschimpfungen traktiert worden. Mehr als 1000 Unterschriften versammelt eine an Premier Gordon Brown gerichtete Petition, die eine Ächtung der Veranstaltung verlangt. Studentengruppen und Gewerkschafter haben bereits eine Kundgebung am Rathaus von Oxford abgehalten, zu der auch Holocaust-Überlebende geladen waren.
Für Luke Tryl, den Präsidenten der Oxford Union, geht der Protest an der Sache vorbei. Die Veranstaltung solle dazu dienen, Irving und Griffin zu attackieren. "Sie am Auftritt zu hindern, wird sie nur zu Märtyrern der freien Rede machen", erklärte er in einer Mitteilung. Die jüdische Gesellschaft der Universität sieht darin keinen Nutzen: Wenn man Antisemiten einlade, legitimiere man automatisch deren Ansichten.
Irving, der für seine Leugnung des Holocausts in Österreich zu drei Jahren Haft verurteilt wurde, und Griffin, der hartnäckig abstreitet, die BNP sei eine rassistische Partei, sind skandalträchtige Redner - selbst nach den Kriterien der Debattiergesellschaft. 1823 gegründet, rekrutiert die Oxford Union ihre Mitglieder vor allem aus dem Kreis der Oxforder Studenten und Akademiker. Formal ist sie aber unabhängig.
Zwei Arten des rhetorischen Wettkampfs werden unterschieden: das sogenannte Wettbewerbsdebattieren, zu dem nur Mitglieder der Union zugelassen sind, und das "Chamber Debating", zu dem prominente Gastredner geladen werden.
Die Liste der Berühmtheiten, die bei der Oxford Union zu kontroversen Themen Rede und Antwort standen, ist lang. Sie umfasst Politgrößen wie Winston Churchill und Jimmy Carter, Wissenschaftler wie Stephen Hawking sowie Rock- und Fußballstars. Sogar Kermit, der Frosch, lieferte sich in Englands nobelstem Diskutierclub schon ein Rededuell.
tarahu
Eine nette Art und Weise von Demokratie die uns unsere(sei dank weiten)Nachbarn da servieren
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